Wie und warum wirkt Chlordioxid?

Chlordioxid entfaltet seine therapeutische Wirkung bei Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten aufgrund seiner aeroben Selektivität und aufgrund seines neutralen ph-Wertes.

Schauen wir uns seine chemische Summenformel an, fällt auf, dass es aus einem Chloratom und zwei Sauerstoffatomen besteht:

vielleicht erinnern wir uns noch an den Chemieunterricht als es um Oxidation ging, oder auch daran, wenn uns Oma Äpfel aufgeschnitten hat: sobald die Äpfel angeschnitten waren, oxidierten die Schnittflächen und wurden braun.

Ebenso wirkt der Sauerstoff im Chlordioxid.

Wenn an in einem Körper-Bereich eine Entzündung durch Bakterien hervorgerufen wird, oder wenn nach einem harten sportlichen Training Laktat entsteht (=Muskelkater), so entsteht in diesem Bereich ein saures Milieu. Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten fühlen sich in der Regel unter anaeroben Lebensumständen, in sauren Milieus ohne Sauerstoff wohl und gedeihen dort prächtig.

Befinden sich im Körper saure Bereiche, so wird der Sauerstoff im Chlordioxid wie „magnetisch“ davon angezogen.

Der Sauerstoff oxidiert diese anaeroben Bereiche und macht Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten so unschädlich. Sie können in der sauerstoffreichen Umebung nicht überleben.

Wie und warum wirkt Chlordioxid... wissenschaftlich ausgedrückt?

Sobald das Chlordioxid-Molekül in Kontakt mit einem sauren Erreger kommt, dissoziiert sich das Molekül vom Chlorid-Ion und setzt den Sauerstoff frei. Durch diese Reaktion trennt es sich in Natriumchlorid (Kochsalz) und Sauerstoff. Der frei gesetzte Sauerstoff oxidiert (verbrennt) gemeinsam mit dem Chlorid-Ion Pathogene (schädliche Keime) zu alkalischen Oxiden (Asche).

Chlordioxid funktioniert also nach dem selben Prinzip der pH-Selekivität wie unsere Erythrozyten (roten Blutkörperchen). Dieser Effekt ist auch als Bohr-Effekt bekannt.

Die therapeutische Wirksamkeit von Chlordioxid liegt also unter anderem in der Schaffung eines leicht alkalischen Umfeldes, das zur Genesung von verschiedenen Krankheiten beiträgt.

Einzellige (anaerob lebende) Krankheitserreger mit saurem pH-Wert sind nicht in der Lage der Oxidtion durch eine elektromagnetische Überladung standzuhalten.

Unser mehrzelliges Körpergewebe, sowie unsere symbiotisch wirkenden („guten“) Bakterien, Hefen etc. haben sich jedoch über die Jahrmillionen gelernt mit und durch Sauerstoff zu funktionieren.

Außerdem werden unsere Körper-Zellen durch Schwefelwasserstoffgruppen geschützt.

Therapeutischer Nachweis am Fuss eines Patienten mit Diabetes vorher und nachher:

Eine deutliche Reduktion des nekrotischen Gewebes und eine erstaunliche Erholung sind zu beobachten.

Wissenschaftliche Nachweise und Publikationen

Sowohl Medien als auch Mediziner und Wissenschaftler behaupten immer wieder, dass die Wirksamkeit von Chlordioxid nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist. Sie behaupten, es gäbe keine Studien.

Das ist schlichtweg falsch!

Die Frage ist, ob es sich hier bei um Ignoranz, Bösartigkeit oder einfach um Faulheit, sich mit der Materie zu befassen, handelt!

Es gibt allein bei der pubMed NCBI tausende von Studien, die sich mit Chlordioxid in den verschiedensten Anwendungen befassen.

Uns interessieren vorweigend die Studien, die wir für medizinische und Gesundheitsaspekte nutzen können.

Im Folgenden haben wir einige der wichtigsten, wissenschaftlichen Studien zusammengetragen, die bereits über Chlordioxid existieren.

Quellen sind die weltweit anerkannte, bekannten NCBI – der US Nationale Datenbank für wissenschaftliche Studien zu biomedizinischen und genomischen Informationen sowie veröffentlichte, wissenschaftliche Papers und Artikel aus Fachjournalen.

Wir geben jeweils einen kurzen Einblick in den Inhalt der Studie, des Artikels und verlinken die Originalquelle. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Besucher hier tiefer einsteigen und uns helfen, diese begeisternden und Mut machenden wissenschaftlichen Informationen weiter mit Nachdruck zu verbreiten, damit Chlordioxid endlich den Stellenwert und die Wertschätzung erhält, dem es in der gebührt!

Chlordioxid ist nach Ozon das zweitstärkste, bekannte Oxidationsmittel

Dabei ist es für therapeutische Zwecke viel besser geeignet, da es auch in der Lage ist, den Biofilm zu durchdringen und zu entfernen, was bei Ozon nicht der Fall ist.

Ozon ist zwar antiseptisch stärker, aber sein hohes Oxidationspotential von 2,07 und seine kurze Halbwertszeit von nur 15 Minuten bei 25 °C mit einem pH-Wert von 7,0 machen es für lebende therapeutische Anwendungen weniger effektiv.

Chlordioxid ist ein selektives Oxidationsmittel und reagiert im Gegensatz zu anderen Substanzen nicht mit den meisten Bestandteilen des lebenden Gewebes.

Chlordioxid reagiert schnell mit Phenolen und Zippeln, die für das Bakterienleben unerlässlich sind. Bei Phenolen besteht der Mechanismus darin, den Benzolring anzugreifen, indem Gerüche, Aromen und andere Zwischenprodukte entfernt werden.

Comparing the efficacy of chlorine, chlorine dioxide, and ozone in the inactivation of Cryptosporidium parvum in water from Parana State, Southern Brazil.

Reaction Products of Chlorine Dioxide, Stevens, A.,

Johnson JD, Christman RF, Norwood DL, Millington DS. Reaction products of aquatic humic substances with chlorine. Environ Health Perspect. 1982 Dec;46:63–71

Chlordioxid wirkt als ein größenselektives, antimikrobielles Mittel und Resistenzen sind unmöglich

Es ist unmöglich bakterielle Resistenzen gegen Chlrodioxid auszubilden, da es nicht wie ein Medikament nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip funktioniert, sondern auf Oxidationsbasis.

Dies ist ein herausragender Vorteil von Chlordioxid gegenüber Antibiotika, Antimykotika etc.

Das Geschwindigkeitsgesetz des Reaktions-Diffusionsmodells sagt voraus, dass die Tötungszeit proportional zum Quadrat der charakteristischen Größe (z.B. Durchmesser) eines Körpers ist, so dass kleine Organismen extrem schnell getötet werden.

So liegt beispielsweise die Tötungszeit für ein Bakterium in einer 300 ppm ClO2-Lösung in der Größenordnung von Millisekunden.

So sind einige Minuten Kontaktzeit (begrenzt durch die Flüchtigkeit von ClO2) durchaus ausreichend, um alle Bakterien abzutöten, aber kurz genug, um das Eindringen von ClO2 in das lebende Gewebe eines größeren Organismus sicher unter 0,1 mm zu halten und zytotoxische Effekte bei der Anwendung als Antiseptikum zu minimieren.

Zusätzliche Eigenschaften von ClO2, die für ein Antiseptikum von Vorteil sind, werden ebenfalls diskutiert. Am wichtigsten ist, dass Bakterien keine Resistenz gegen ClO2 entwickeln können, da sie mit biologischen Thiolen reagieren, die in allen lebenden Organismen eine wichtige Rolle spielen.

Fazit

Die Selektivität von ClO2 zwischen Mensch und Bakterium basiert nicht auf ihrer unterschiedlichen Biochemie, sondern auf ihrer unterschiedlichen Größe. Wir hoffen, dass die klinische Anwendung dieses vielversprechenden lokalen Antiseptikums eingeleitet wird.

Chlorine Dioxide Is a Size-Selective Antimicrobial Agent

Chlordioxid enthaltende Desinfektionsmittel haben die höchste biozide Aktivität

Bei einem Vergleichstest wurde die Aktivität von elf Desinfektionsmitteln gegen Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa und Saccharomyces cerevisiae in einem keimtötenden- und Reinigungsmitteldesinfektionstest verglichen. Basierend auf der Aktivität gegen die Testorganismen nach 30- und 60-jähriger Exposition gegenüber jedem Desinfektionsmittel hatte das Chlordioxid enthaltende Desinfektionsmittel die höchste biozide Aktivität in diesem Test, bezogen auf mg/l.

Wirksamkeits- und Sicherheitsbewertung einer Chlordioxidlösung

In dieser Studie wurde eine Chlordioxidlösung (UC-1) aus Chlordioxid nach einem elektrolytischen Verfahren hergestellt und anschließend mit einer Membran gereinigt. UC-1 wurde bestimmt, um 2000 ppm gasförmiges Chlordioxid in Wasser zu enthalten. Die Wirksamkeit und Sicherheit von UC-1 wurde bewertet. Die antimikrobielle Aktivität betrug mehr als 98,2% Reduktion, wenn die UC-1-Konzentrationen bei Bakterien und Pilzen 5 bzw. 20 ppm lagen. Die halben maximalen inhibitorischen Konzentrationen (IC50) von H1N1, Influenzavirus B/TW/71718/04 und EV71 waren 84,65 ± 0,64, 95,91 ± 11,61 und 46,39 ± 1,97 ppm. Ein 3-(4,5-Dimethylthiazol-2-yl)-2,5-diphenyltetrazoliumbromid (MTT)-Test ergab, dass die Zelllebensfähigkeit von Maus-Lungenfibroblasten-L929-Zellen 93,7% bei einer 200 ppm UC-1-Konzentration betrug, die über der im Routinebetrieb erwarteten liegt. Darüber hinaus zeigten 50 ppm UC-1 keine signifikanten Symptome in einem Kaninchenaugenreizungstest. In einem Inhalationstoxizitätstest zeigte die Behandlung mit 20 ppm UC-1 für 24 h keine Anomalie und keine Mortalität bei klinischen Symptomen und normaler Funktion der Lunge und anderer Organe. Eine ClO2-Konzentration von bis zu 40 ppm im Trinkwasser zeigte bei einem subchronischen oralen Toxizitätstest keine Toxizität. Hierin zeigte UC-1 eine günstige Desinfektionsaktivität und eine höhere Tendenz zum Sicherheitsprofil als in früheren Berichten.

Efficacy and Safety Evaluation of a Chlorine Dioxide Solution

Chlordioxid reduziert Schmerzen und ist ein besseres Desinfektionsmittel als Jod, da es nicht verhindert , dass sich Gewebe wieder verbindet

Da Chlordioxid gleichzeitig Oxidationsmittel und freies Radikal ist, kann es reaktive Moleküle – wie NO, O2-, H2O2, HClO und OH – neutralisieren, die keinen Sauerstoff enthalten und von Makrophagen als Reaktion auf Stress oder Infektionen produziert werden und Entzündungen und Schmerzen verursachen.

Auch andere schmerzverursachende Komponenten wie Interleukin oder Leukotriene werden durch Oxidation reduziert.

Es ist viel besser geeignet für die Wunddesinfektion als Jod, weil es nicht verhindert, dass sich das Gewebe wieder verbindet

Kenyon, A.J.; Hamilton, S., Wound Healing Studied with Alcide: a Topical Sterilant, Amer.Society of Biol. 74th Annual Meeting, San Francisco, CA June 5-9 1983

 

Zusammenfassung

  1. Chlordioxid ist ein gelbes Gas, das sich leicht in Wasser auflöst, ohne seine Struktur zu verändern.
  2. Es wird durch Mischen von Natriumchlorit und verdünnter Salzsäure gewonnen.
  3. Das in Wasser gelöste Chlordioxidgas ist ein Oxidationsmittel.
  4. Chlordioxid ist pH-selektiv und je saurer der Erreger, desto stärker die Reaktion.
  5. Nach toxikologischen Studien der U.S. Environmental Protection Agency (EPA) hinterlässt Chlordioxid weder Rückstände noch reichert es sich langfristig im Körper an.
  6. Bei der Oxidation wird es in Sauerstoff und Natriumchlorid (Kochsalz) umgewandelt….

Nach vielen Jahren wissenschaftlicher Ungläubigkeit über die Wirksamkeit von Chlordioxid als Medikament für den Menschen, wurde endlich wurden endlich verschiedene Studien ins Leben gerufen, die vom Gesetzgeber zugelassen wurden und über offizielle Zulassung verfügen, damit die Substanz als Medikament zur Behandlung von Infektionen beim Menschen verwendet werden kann. hoch 22